Ermöglicht wurden diese Erfolge durch viele Arbeitsstunden der Mitarbeiter des Bauhofes sowie dem regelmäßigen Einsatz von Freischneider und Mulchgerät. Als neueste und sehr kostengünstige Variante kommen nun tierische Helfer als Verbündete zum Einsatz. Die Coburger Fuchsschafe des Hohensteiner Schafhalters HorstWeber entwickeln eine denkbar einfache Vorgehensweise: Sie fressen die für den menschlichen Körper giftigen Pflanzen auf. Während bereits der Hautkontakt mit der Herkulesstaude beim Nach dem Einsatz der Schafe bleibt nicht mehr viel übrig von der Menschen Rötungen, Schwellungen und Verbrennungen zweiten bis dritten Grades auslöst, nehmen die Schafe keinerlei Schaden. Sie verspeisen die Blätter sogar mit sichtlichem Genuss. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg ist eine mehrfache Beweidung während der Vegetationsperiode von Mai bis August. Nur so wird verhindert, dass die Herkulesstauden, die auch unter dem Namen Riesenbärenklau bekannt sind, zur Blüte kommen, Samen ausbilden und sich erneut vermehren. Infolge der Beweidung werden die Pflanzen alljährlich schwächer und sterben schließlich ab. Der Schafhalter mäht verschmähte Stängel nach und sorgt für eine termingerechte Beweidung.
Um diesen zusätzlichen Aufwand des Schafhalters zu entschädigen, hat der Landschaftspflegeverband Mittel für die Maßnahme organisiert.

Aufgrund der in Hohenstein gemachten positiven Erfahrungen, konnte der LPV auch in Taunusstein einen Schäfer für die Beweidung eines Herkulesstauden-Standortes gewinnen. In diesem Jahr soll erprobt werden, ob die Taunussteiner Schafe einen ähnlich guten Appetit auf die Staude entwickeln wie ihre Artgenossen aus Hohenstein.

Insbesondere auf maschinell nicht zu bearbeitenden, hängigen und unebenen Flächen oder auf schwer zugänglichen Standorten sieht der Landschaftspflegeverband die Schafbeweidung als effektive und praktikable Möglichkeit zur Bekämpfung der Herkulesstaude. Voraussetzung ist die Verfügbarkeit von geeigneten Schafen (Rasse, Fressverhalten). Die Coburger Fuchsschafe von Horst Weber jedenfalls eignen sich vorzüglich.

Weitere Auskünfte sowie eine Informationsbroschüre mit weiteren Tipps zur Bekämpfung der Herkulesstaude können beim LPV unter der Telefonnummer 06124/510-301 oder –306 oder unter der E-Mail Adresse lpv.rtk@t-online.de angefordert werden.

zurück